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Ein einzigartiges Industriedenkmal

Eine Schiffsmühle? Die wenigsten haben davon gehört, geschweige denn je eine gesehen. Dabei waren sie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein alltäglicher Anblick auf vielen Flüssen. An einigen Stellen traten sie geballt auf.  So arbeiteten in dem kleinen Ort Ginsheim nahe Mainz zeitweise mehr als 20 dieser schwimmenden Mehlfabriken, deren unterschlächtige Wasserräder von der Strömung des Rheins angetrieben wurden.

Heute gibt es europaweit nur noch eine Handvoll von Museumsmühlen dieser speziellen Bauart. Alle sind Nachbauten. Denn im Unterschied zu Bach- oder Windmühlen hatten Schiffsmühlen, die aufgegeben wurden, kaum Überlebenschancen. Wenn sie nicht gleich abgewrackt wurden, schlugen sie spätestens nach ein paar Jahren leck und versanken. So verschwanden sie denn auch allmählich aus der Erinnerung der Bevölkerung.

Umso bemerkenswerter ist es, dass vor vier Jahren durch eine private Initiative die letzte Rheinschiffsmühle als originalgetreue Rekonstruktion wieder erstanden ist.  Beim äußeren Aufbau orientierte man sich an alten Fotos. Auf einem 28 m langen eisernen Schiffsrumpf wurde ein eindrucksvolles Fachwerkhaus mit mehreren Ebenen aufgeschlagen. Der Innenausbau erfolgte nach einer Beschreibung, die in einer Festschrift des ursprünglichen Ausstatters gefunden wurde.  Sämtliche dort erwähnten Maschinen wurden aus stillgelegten Bachmühlen beschafft und in mühsamer, ehrenamtlicher Handwerksarbeit zu neuem Leben erweckt.

Das Vorbild der heutigen Ginsheimer Schiffsmühle wurde 1895 gebaut und 1898 nach Ginsheim verkauft. Dreißig Jahre lang war sie dort in Betrieb, bevor sie endgültig stillgelegt wurde. Sie war damit definitiv die letzte produktive Schiffsmühle auf dem Rhein und möglicherweise zugleich die letzte auf einem europäischen Fluss. Der Grund, warum sie sich so lange gegen die wachsende Konkurrenz von dampf- und später  dieselbetriebenen Mühlen behaupten konnte, lag wohl darin, dass sie für die damalige Zeit sehr modern ausgestattet war. So finden wir in dieser Mühle nicht nur die üblichen Mahlstühle und Siebvorrichtungen, sodern auch zahlreiche, zum Teil recht weit entwickelte Geräte zur Reinigung von Getreide. Darüber hinaus waren die Arbeitsabläufe durch mechanische Transportvorrichtungen zwischen diesen Maschinen schon weitgehend automatisiert.

Ein Besuch der historischen Rheinschiffsmühle in Ginsheim vermittelt daher einen hervorragenden Eindruck  über den Stand der Mühlentechnik um 1900.  Man erkennt auch den technologischen Umbruch, der sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzogen hat. Denn neben den damals neuen Walzenstühlen wird auch noch der klassische Steinmahlgang gezeigt, der jahrhundertelang die Arbeit in den Mühlen geprägt hat. Sämtliche Geräte sind betriebsbereit und werden den Besuchern ausführlich erklärt.

Der Bau des Schiffes und des Fachwerkhauses wurde im Jahr 2011 auf einer Werft in Speyer durchgeführt. Auch damals schon waren die Handwerker des Vereins tätig und machten insbesondere den kompletten Schutzanstrich des Schiffes – vier Anstriche innen und außen – in eigener Regie auf der Helling.

Nach Ankunft dieser einzigartigen Anlage in Ginsheim Ende September 2011 begann der so nicht vorhergesehene umfangreiche und komplexe Innenausbau. Man hatte sich an den Mühlenbau-Traditionen des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu richten. Es darf als einer der vielen Glücksfälle dieses Projektes angesehen werden, dass sich ebenso schnell wie unerwartet ein ehrenamtliches Team zusammen fand, das den Ausbau konzipierte und handwerklich einwandfrei durchführte. Dreieinhalb Jahre wurde unermüdlich gearbeitet – und jetzt ist ein besonderer Punkt erreicht: die Reinigungs-, die Mahl- und die Siebgeräte laufen und bewegen sich. Die ebenso raffinierten wie effizienten Geräte, durch Dutzende von Transmissionsriemen angetrieben, stellen gut verständlich dar, welch ausgeklügelte und umfangreiche Arbeitsschritte erforderlich sind, um aus Getreide Mehl zu machen.

Dieses nun erreichte Ziel wird am Sonntag, 19. April 2015, gefeiert. Zur Akademischen Feier ab 10.30 Uhr werden namhafte Gäste wie der Hessische Ministerpräsident a.D. Roland Koch, der Rüsselsheimer Chefarzt und Kardiologe Prof. Dr. Hans-Jürgen Rupprecht und weitere prominente Mitbürger kurze Festansprachen halten. Ein exzellentes Bläserquartett aus Mainzer und Wiesbadener Berufsmusikern wird aufspielen. Und im Laufe des Tages sollen sich die Gäste bei Speis und Trank sowie bei schwungvoller Musik des Evangelischen Posaunenchores Ginsheim wohl fühlen. Selbstverständlich werden auch mehrere Mühlenführer vor Ort sein, um den interessierten Besuchern diese europaweit wohl einzigartige Schiffsmühle zu erklären. 

Auch haben sich bereits mehrere Gruppen angemeldet, die mit dem Schiffsmühlenverein feiern wollen. Hieraus seien als Beispiel genannt die Helfer des THW, die im Jahre 2013 bewundernswerte Arbeit leisteten, als sie die Schiffsmühle von dem bei Hochwasser in großer Menge angeschwemmten Treibgut befreiten. Oder der Heinkel-Club, der seine historischen Roller zeigen wird.

Anlässlich eines solchen Festes bietet der Verein selbstverständlich wieder sein beliebtes Schiffsmühlenbrot an. Vorbestellung über Tel. 0157 3705 2722 ist empfehlenswert.

Die weiteren Öffnungszeiten der Schiffsmühle und zusätzliche Informationen finden Sie auf  www.schiffsmuehle-ginsheim.de

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